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Ein Netzwerk für Obdachlose

Veröffentlicht von: InaMS

01. Juli 2011

Dies ist ein Gastbeitrag von Dietmar Hamann von SozIn.

Am 13. Mai 2011 wurde in Brüssel die “EUROPEAN UNION OF HOMELESS” (EUH) gegründet. Obdachlose und Initiativen von Obdachlosen aus vier Ländern, Frankreich, Niederlande, Deutschland und Belgien, trafen sich am 12. und 13. Mai in Brüssel. Nach zwei Tagen gemeinsamer Beratungen wurde ein Gründungsdokument beschlossen.

Die Gründungsversammlung der Europäischen Union für Obdachlose hat dabei folgende Kriterien für ihre Arbeit festgelegt:

o   Die EUH ist ein unabhängiges Netzwerk, das offen ist für alle Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, die zeitweilig bei Freunden oder Verwandten unterkommen, denjenigen, die auf der Straße leben, denen, die Zuflucht bei Hilfsorganisationen suchten, denjenigen, die aus dem Gefängnis oder der Psychiatrie entlassen wurden und auch denen, die früher einmal obdachlos waren oder Gefahr laufen, ihre Wohnung zu verlieren.

o   Die EUH will den Obdachlosen auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene eine Stimme geben bei der politischen Entscheidungsfindung im Zusammenhang mit allen Angelegenheiten, die sie selbst betreffen..

o   Einerseits will die EUH Informationen über die Politik auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene erfassen und andererseits will die EUH Informationen über die tatsächliche Situation in den verschiedenen EU-Ländern und in den verschiedenen Städten sammeln.

o   Die EUH will eine Informationsplattform sein, um Erkenntnisse mit allen betroffenen Seiten, der Bevölkerung im Allgemeinen, der Zivilgesellschaft, der Politik, die EU-Institutionen usw. auszutauschen.

o   Die EUH wird Debatten organisieren und politische Forderungen zu Mindesteinkommen, Standards bei den Dienstleistungen, sozialer Sicherheit, Sozialhilfe, Migration usw. formulieren.

o   Die EUH erkennt die Notwendigkeit der Umsetzung der Menschen- und Sozialrechte und tritt für mehr präventive Maßnahmen, wie erschwinglichen Wohnraum, Gesundheitsvorsorge, sinnvolle Arbeitsplätze und kostenlose Ausbildung usw., ein, so dass Obdachlosigkeit gar nicht entstehen kann.

o   Die EUH will ein Teil der Netzwerke der in Armut lebenden Menschen werden. Das belgische Armutsnetzwerk (BAPN) und das Europäische Armutsnetzwerk (EAPN) unterstützen und begrüßen die Initiative der EUH.

o   EUH will mit anderen Obdachlosennetzwerken zusammenarbeiten und eine einigende Kraft darstellen.

o   Als Informationsplattform wird die Webseite www.eunion-of-homeless.org geschaffen.

(Quelle: Fachzeitschrift für Wohnungslose)

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  1. Pingback Aus unserem Netzwerk: Juli – September 2011 » Blogpatenschaften
    - Am 7. September 2011 um 16:19

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